Reto Wuppertal

Im September werden die Teilnehmenden des Projektes Reto-Wuppertal das westfälische Museum für religiöse Kultur Religio besuchen, in dem momentan einen Ausstellung zum Thema Pilgerwelten präsentiert wird. 

 

In den letzten Jahren hat das Pilgern einen enormen Aufschwung erlebt. Die Welttourismusorganisation (UNWTO) geht von 350 Millionen Pilgern weltweit aus, mit steigender Tendenz. Und Pilgerreisen sind ein gutes Geschäft: 13,5 Milliarden Euro geben Pilger geschätzt auf ihren Reisen aus. Es stellt sich die Frage, was - insbesondere in modernen Industriegesellschaften - die Ursachen für diese Faszination des Pilgerns sind.


Anlass für die Ausstellung ist die Eröffnung der letzten Wegstrecke „Wege der Jakobspilger in Westfalen“ durch die LWL-Altertumskommission. Darauf Bezug nehmend liegt der Schwerpunkt der Ausstellung auf der Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela. Dabei wird einleitend der Blick auch auf das Pilgern in den Weltreligionen und bedeutende Pilger- und Wallfahrtsorte weltweit gerichtet, ausblickend widmet sich die Ausstellung den persönlichen Erfahrungen heutiger Pilger. Ziel ist es, die Vielschichtigkeit des Phänomens Pilgern, die sich auch aus dem Titel Pilger-Welten ergibt, für die Besucherinnen und Besucher zu erschließen.

Der Titel „Pilgerwelten“ macht deutlich, dass es nicht die eine Welt des Pilgers gibt, sondern dass es zahlreiche Pilger-Welten gibt, voneinander getrennte wie auch miteinander in Beziehung stehende.

Das Museum wurde 1934 gegründet und blickt auf eine lange Tradition von Ausstellungen zur religiösen Kultur und zum Handwerk im Münsterland zurück. Besonders bekannt ist das Museum durch seine jährliche Krippenausstellung. Mit der Veränderung der religiösen Landschaft in Deutschland und Westfalen sind neue Themenfelder und Fragestellungen für das Museum entstanden. 


Das neue Museum REGIO hält an seinen Traditionsthemen Wallfahrt, Kardinal von Galen und Wandel des Weihnachtsbrauches fest. Diese Themen werden eingebettet in den großen Zusammenhang der Religiosität der Menschen in Westfalen in Geschichte und Gegenwart. Hierzu gehören Rituale im Lebenslauf, Westfalen als Glaubenslandschaft und die religiöse Vielfalt der Gegenwart. Das Museum spricht alle an, die sich für religiöse Fragen interessieren. Es bietet gute Möglichkeiten für den religiösen Dialog. Ein besonderer Höhepunkt ist die Präsentation des bedeutenden Telgter Hungertuches in einem eigens dafür geschaffenen Raum.

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